Vehicle Reference by „Kaiser Willys Catalog“Serial-Guide-Kaiser-Willys-Catalog

Onlinekatalog: www.kaiserwillys.com/parts_catalog

Serial Reference (PDF)

Source: www.kaiserwillys.com

You may also find informations at wwiijeepparts.com or jeepwillysworld.com


Serial number identification and background

Willys Jeep M38A1 from 1951 (lt. dt. KFZ-Brief) or 1961? Was the Jeep in Service and where?

Die Identifikation der Seriennummer am Fahrzeug ist leicht, wenn z.B. ein Typenschild von „Willys Overland“ (Patent Plate) vorhanden ist. Dieses befindet sich hinter dem Beifahrersitz am rechten Kotflügel in senkrechter Stellung durch vier Nieten befestigt. Es zeigt die VIN (Vehicle Identification Number) anhand der ersten 5 Stellen, gefolgt von der Seriennummer des Jeeps. In meinem Fall lautet die VIN 57144 und die Seriennummer 17091 ohne weiteren Zusatz, wie etwa bei NEKAF-Jeeps der Niederländer (siehe weiter unten). Das nachfolgende linke Bild zeigt den desolaten Zustand meines „Willys Overland Typenschildes“, das bereits mehrfach mit Farbe überstrichen wurde. Das Bild rechts zeigt die Reproduktion des Typenschildes mit eingestanzter VIN und Seriennummer.
Nimmt man die Informationen der Webseite www.jeepwillysworld.com zur Hand, so zeigen die ersten beiden Zahlen der VIN „57“ den Chassis Code an. Angegeben wird „Universal“ (Open Body) und es wird auf eine weitere Tabelle verwiesen, welche die Informationen zur jeweiligen „Model Number“ beinhalten soll. Hier lässt sich die VIN 57144 allerdings nicht finden. Unter „M38A1 (Military)“ findet sich lediglich die VIN „71051“ und die VIN „71261“ für „24 Volt Export Versionen“ des M38A1 angeführt. Die Seriennummern der VIN 71051 beginnen bei 7105 und Enden bei 97127, was bedeutet, dass 90022 M38A1 im Zeitraum von 1962 bis 1971 produziert worden sein müssten, denn die Liste bezieht sich nur auf diese Jahre, was vermutlich ein Grund dafür ist, dass sich meine VIN nicht finden lässt, zumal es sich um eine Export-Variante für Dänemark handelt, die hier mit Seriennummern ohnehin nicht aufgeführt sind.
Die dritte Zahl der VIN „1“ bezieht sich auf den Body Style, welcher mit „Convertible“ angegeben wird, was sich laut Tabelle aber wiederum nur auf den „Jeepster“ beziehen soll. Wenn man die dritte und vierte Zahl gemeinsam in die Betrachtung einbezieht, so lässt sich die Zahl „14“ in der Tabelle nicht finden. Die Zahl „4“ losgelöst steht für „Fire Engine Universal“ und man wird erneut auf eine weitere Tabelle verwiesen. Die fünfte Stelle der VIN „4“ findet sich gleichfalls nicht in den Angaben zum Body Style. Die weiteren Stellen 6-7 fehlen in der militärischen Version der VIN gänzlich und geben bei CJ’s Auskunft über „Body Style/Special Model Code and Drive Code“.
Harold Bergers aus den Niederlanden verweist darauf, dass die VIN 57144 vermutlich für Exportversionen von Kaiser Willys verwendet wurde, die nach Dänemark oder in die Niederlande exportiert wurden (siehe weiter unten ↓). Letztere weisen ein „R“ auf dem Typenschild auf, das für „Rotterdam“ steht. Dieses fehlt bei meinem Jeep.

Vor dem Beifahrer am Armaturenbrett bei den übrigen Data Plates ist die Anbringung des Typenschildes von Willys Overland auch möglich, aber nicht original, soweit ich informiert bin. Ein zweites, dem Original nicht ähnliches und nachträglich angebrachtes Typenschild befand sich im Motorraum am rechten vorderen Kotflügel, wobei es sich dabei um die vom TÜV vorgeschriebene Variante handelt.

Es gibt weitere Stellen am Jeep (hier nur M38A1), an welchen Nummern zu finden sind. Abgesehen vom Typenschild in der Fahrgastzelle gibt es noch die Motoridentifikationsnummer am Motorblock, sowie die Seriennummer des Motors (auf dem Zylinderblock, siehe Galerie ↓) und die Fahrgestellnummer auf dem Fahrgestell, bzw. Rahmen (Siehe Galerie ↓).

Die Seriennummer „17091“ meines Jeeps befindet sich auf der rechten Seite am vorderen Rahmen und mittig auf derselben Rahmenseite. Diese wurden erst nach dem Sandstrahlen sichtbar (Siehe Galerie ↑↓) und sind mit Sicherheit vom deutschen TÜV bei der Zulassung eingeschlagen worden. Am linken vorderen Rahmen ist folgendes eingeschlagen: JEEP M38A1 (1. Zeile) und darunter 57144 17091 (2. Zeile). Auch diverse Teile haben eingeschlagene Nummern, welche jedoch nicht zur Identifikation des Fahrzeugs, sondern der jeweiligen Teile dient. Siehe dazu Vorschrift ORD 9-SNL G-758 Service Parts „List of all Service Parts“ (PDF).

Seriennumern_Liste_ausschni

Serial number decoding

Die Entschlüsselung der Seriennummer ist nicht sehr einfach, wenngleich im Internet Listen kursieren, die die Identifikation des Jeeps anhand der Seriennummer (Zweiter Teil der Nummer) ermöglichen sollen. Diese beziehen sich aber nur auf CJ = Civilian Jeeps.

Die Problematik besteht darin, dass die Bezeichnung MD / M38A1 auf besagten Listen nicht auftaucht, sondern lediglich die zivilen Bezeichnungen (CJ=Civilian Jeep). Dabei ist zu bemerken, dass manche Listen die baugleiche zivile Variante CJ-5 erst ab 1956 angeben. Es bleibt also generell undurchsichtig, ob die für das Militär produzierten Fahrzeuge in diesen Listen enthalten sind, vermutlich aber NICHT. Im Folgenden ist ein Ausschnitt der Produktionslisten dargestellt, auf welchem ich die Stellen markiert habe, in welche mein Jeep mit der Seriennummer 17091 passen könnte.

Die erste Markierung (s. Galerie →) habe ich anhand der Zulassungsdaten in meinem Kfz-Schein vom 01.07.1951 gesetzt, verweist dabei aber auf den „Body“ CJ-3A, welcher mit meinem M38A1 nicht übereinstimmen kann, wenn es sich dabei um den baugleichen CJ-5 handeln soll.

Auch stimmt die „Modellbezeichnung“ 451 GB1 nicht, bzw. ich weiß nicht, was sie bedeuten soll. Sollte die Seriennummer auf die Stückzahl verweisen, würde sich meine Nummer 17091 hier wenigstens wiederfinden lassen.

Die zweite Markierung (S. Galerie →) aus dem Jahr 1955 kann aufgrund der „Body“-Bezeichnung CJ-5 (Civilian Jeep) gesetzt werden, die gleichzeitig durch die Modellbezeichnung 57548 zumindest mit den beiden ersten Ziffern zum ersten Teil meiner Nummer übereinstimmt. Dabei handelt es sich, wie bereits angeführt, um den Chassiscode. Auch passt die Seriennummer 17091 meines Jeeps in die Abfolge der Stückzahlen von 10.001 bis 27.006 produzierte Jeeps.

Ein weiteres Indiz für das von mir vermutete Produktionsjahr 54/55 ist der vereinfachte Verschluss des Batteriekastendeckels, welcher bei Modellen aus 52/53 mit 8 Schrauben versehen war. Möglich wäre natürlich auch eine Nachrüstung, wobei ich keine Bohrlöcher an der Karosserie finden konnte. Allerdings wurden in den frühen Jeeps DANA-25 Achsen verbaut, welche auch mein Jeep hat. Erst ab 1961 kamen DANA-27 Achsen zum Einsatz, was das Baujahr 1961 ausschließen mag.

FAZIT:

Ich komme anhand dieser Produktionslisten zu dem Schluss, dass mein Jeep eher im Jahr 1954/55 produziert worden sein muss, handelt es sich nicht doch um ein „ganz besonderes“ Exemplar aus einer der ersten Produktionen von 1952. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich in den Papieren ein Fehler eingeschlichen hat, ist jedenfalls nicht von der Hand zu weisen. Aus der 4 wurde im Lauf der Jahre eine 1, also von 54 zu 51. Möglich wäre auch von 53 zu 51. Zu diesem Produktionsjahr passt aber nicht, dass der Jeep keine Scharniere am Kühlergrill aufweist und auch die 8 Schrauben fehlen, welche den Batteriedeckel der frühen Versionen an der Karosserie befestigen. Außerdem liegt diesem VERSUCH der Entschlüsselung der Fehler zu Grunde, dass es sich um „zivile Jeep-Listen, also CJ-Seriennummern“ handelt, die eben nicht militärische Varianten berücksichtigen.

(Stand der Recherche: 18.12.2018)

ERGÄNZUNG ZUM FAZIT:

Die bisherigen Ergebnisse meiner Recherche berücksichtigen NICHT den Fall, dass das im Fahrzeugbrief eingetragene Datum der Erstzulassung 1951 ursprünglich vielleicht 1961 gewesen sein könnte. Aus der 6 wurde im Laufe der Jahre eine 5, was plausibel wäre. Da mein Jeep noch Dana 25/44 Achsen besitzt, ist dieser Schluss noch möglich. Weitere Informationen zur Seriennummer habe ich von Harold Bergers aus den Niederlanden erhalten. Er besitzt Daten von mehr als 2100 NEKAF M38A1 Jeeps. Seiner Auskunft nach gehört die Anfangsnummer 57144 (siehe oben) zum Hersteller Kaiser und wurde auch für NEKAF in den Niederlanden und Nordisk Diesel in Dänemark verwendet. Mein Jeep ist jedoch kein NEKAF, da hierfür alle Anbauteile und deren Aufnahmen an der Karosserie fehlen. Harold hat bis heute ausschließlich drei NEKAF der MD170-Serie mit Nummern im Bereich 1709x gefunden:

MD170XX Serie (NEKAF)
MD17094 1960 KR-50-12 57144-17094 R (R=Rotterdam)
MD17096 1960 KR-50-13 57144-17096 R (R=Rotterdam)
MD17098 1960 KR-50-11 57144-17098 R (R=Rotterdam)

Mein Jeep hat die Seriennummer 17091, ist zwar kein NEKAF (Die Bezeichnung „MD“ für Military Device und das „R“ für Rotterdam fehlen auf meiner Data Plate), aber auch dieser Hinweis von Harold Bergers verdichtet das Jahr 1961 als das Jahr der Herstellung. Die nachstehend abgebildeten Data Plates zweier NEKAF mit den Plate-Nummern „520“ und „893“wurden mir von Harold Bergers zur Verfügung gestellt. Deutlich zu erkennen sind die Kürzel „MD“ und „R“.

Harold Bergers hat in seinem Archiv weitere Seriennummern von Jeeps gefunden, die gleichfalls mit der Herstellerkennung 57144 (Dieses Präfix wurde vermutlich für 24-Volt Exportversionen von Kaiser Willys verwendet. Laut Harold Berger verwendeten nur NEKAF/ Rotterdam, Van Twist in Dordrecht/ Holland und Nordisk Diesel in Dänemark dieses Präfix | „Until now, I only know that NEKAF in Rotterdam, Holland; Van Twist in Dordrecht, Holland; and Nordisk Diesel in Denmark used prefix 57144.“) beginnen und sich mittlerweile in den nachfolgend aufgeführten Ländern befinden (Recherche/ Information durch Harold Bergers):

MD15718 1958 ######## AUSTRALIA 57144-15718 Motornr. 114624 disposal date 27-03-1968 Army registration Number 107-422
MD15719 1958 ######## AUSTRALIA 57144-15719 Motornr. 114632 disposal date 29-03-1963 Army registration Number 107-421
MD16000 19## ######## DANMARK 57144-16000
MD16594 19## ######## DANMARK 57144-16594
MD17091 19## ######## BRD 57144-17091 (Motornr. 118035 – Mein Willys Jeep M38A1)
MD18615 19## ######## DANMARK 57144-18615

Harold Bergers hat selbst zwei Willys Jeep NEKAF aus 1956 und 1958. Diese können auf der Webseite www.greensparks.nl (Verein) begutachtet werden. Besten Dank an Harold Bergers für seine Hilfe und Unterstützung bei der Identifikation meines Jeeps.

(Stand der Recherche: 25.10.2018)

ERGÄNZUNG ZUR ERGÄNZUNG:

Ein Hinweis durch Harold Bergers per E-Mail vom 31.03.17 verdichtet nun die Herkunft meines Jeeps. Ein von ihm mitgeschicktes Bild der Seriennummer eines Dänischen M38A1 (armyvehicles.dk) zeigt dieselbe Stempelung am vorderen linken Rahmen, wie sie mein Jeep aufweist (Bild oben rechts): „JEEP M38A1“ und darunter steht die VIN „57144“ gefolgt von der Seriennummer „17091“. Daraufhin bat ich Thomas S. Jensen aus Dänemark, mir en Foto seiner Seriennummer zuzusenden, was er sogleich tat. Die Stempelung an seinem Jeep ist identisch zu dem Hinweis von Harold Bergers und der Stempelung an meinem Jeep. Damit dürfte zweifelsfrei belegt sein, das mein Willys Jeep aus Dänemark kommt und sich die 6 in 1961 im Laufe der Jahre zu einer 5 verjüngt haben mag, wie es im Kfz-Brief aufgeführt ist. Der Webseite armyvehicles.dk kann man entnehmen, dass das Dänische Militär zwischen 1961 und 65 1000 M38A1 Jeeps erhalten hat. Davon wurden 400 Stück bei der Firma Nordisk Diesel zusammengebaut.

(Stand der Recherche: 01.012.2018)


Data Plates

Here you can see the original mounted data plates of my Willys Jeep.

Ich habe mich entschlossen, neue Data Plates zu kaufen, die es als gute Reproduktionen gibt. Über Ebay fand ich eine polnische Fa. die sehr gute Reproduktionen anbietet. Versendet wird aus den USA, sodass ich inkl. Tax und Porto einen Betrag von rund 90 € bezahlen musste. Immer noch günstiger als die Preise, die sonst so aufgerufen werden. Die Data Plates kamen am 11.11.16 nach einer Lieferzeit von ca. 1 Woche per Einschreiben an. Sie sind nicht, wie die an meinem Jeep verschraubten Plates glänzend, sondern im matten Finish hergestellt, was mir per. besser gefällt. Welche Ausführung dem „Original“ nun am nächsten kommt, weiß ich nicht. An meinem Jeep war außerdem eine Plate vom M38 verbaut und es fehlten zwei Plates, sodass die Entscheidung leicht viel, neue Plates zu kaufen. Gleichzeitig habe ich bei der Fa. Neiske und Pinn die Grundplatte bestellt, auf welche die Data Plates montiert werden. Diese kostet 39 €, ist in oliv lackiert und hat bereits alle Bohrungen, die zum Glück zu den Data Plates, die ich bestellt habe, passend sind.


Data Plates | mounted on front dash under grab bar


Motor Identification Number | serial number

Die Seriennummer des Motors konnte während der Motorrestauration festgestellt werden: 118035 – Leider wurde sie beim planfräsen des Zylinderblocks unkenntlich, weshalb sie vorher notiert werden muss, wie hier geschehen. Damit kann die serial number oben auf dem Zylinderblock lokalisiert werden.


STATUS: December 18th, 2018

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